Lebendiges Frankfurt: Stadt der Vielfalt und der Kreativität


Frankfurt ist geprägt von Kreativität und Vielfalt. Kreativität und Vielfalt hängen eng zusammen, und Frankfurt profitiert von beidem – wirtschaftlich, kulturell und sozial. Wir Grüne haben vor über 20 Jahren in Frankfurt die Erkenntnis umgesetzt, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und dass wir als Gesellschaft von dieser Tatsache profitieren. Wir unterstützen die Vielfalt und die Kreativität in dieser Stadt politisch und gesellschaftlich. In Frankfurt ist es gelungen, existierende Konflikte vernünftig zu lösen und allen Menschen in unserer Stadt das Gefühl zu vermitteln, dass sie hier erwünscht und zuhause sind. Jede Frankfurterin und jeder Frankfurter kennt Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen, religiösen, kulturellen und nationalen Hintergründen sowie unterschiedlicher sexueller Orientierung. Man isst mal Grüne Soße und mal Döner. Man hört mal Bach und mal Balkan. Man liest mal Böll und mal Zaimoglu. Und manche lieben Männer, andere Frauen. Aber alle sind Frankfurter und Frankfurterinnen - und Frankfurt braucht Alle. Frankfurt ist das kreative Zentrum der Region – wirtschaftlich und kulturell. Wir haben in unserer Stadt große Kultur und großartige Subkultur. Auch in diesem Punkt lebt Frankfurt von seiner Vielfalt. Wir sind froh darüber und werden beide Spielarten von Kultur weiter fördern.

 
 

Handlungsfeld Integration


Die Grünen haben mit dem leider viel zu früh verstorbenen Integrationsdezernenten Jean-Claude Diallo und seiner Nachfolgerin Nargess Eskandari-Grünberg der Integrationsdebatte in unserer Stadt neuen Schwung verliehen. Die intensive öffentliche Diskussion um das neue Integrationskonzept zeigt: Die Menschen in Frankfurt wollen Vielfalt, sie profitieren von der gelebten Vielfalt und wollen das Wagnis Integration eingehen. Wir haben die Zugänge von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu Bildung und Gesundheit verbessert, wir haben gemeinsam mit der ganzen Stadtgesellschaft in einer pointierten Debatte das Verhältnis der hier gelebten Religionen diskutiert und sind mit dem Rat der Religionen zu einer Struktur gekommen, in der diese spannungsreiche Debatte konstruktiv fortgeführt werden kann.

Integration ist ein zentrales Zukunftsthema. Mit der Vielfalt der Herkünfte und sozialen Verhältnisse in unserer Stadt gehen Chancen und Probleme einher. Wir stehen weiter dafür, die Chancen zu betonen, ohne die Probleme zu ignorieren. Frankfurt kann nur wachsen und gedeihen, wenn alle hier lebenden Menschen sich zuhause fühlen und eine Heimat gefunden haben. Wir werden diesen Prozess der Debatte und Vernetzung weiter fortsetzen – er ist alternativlos, vor allem aber ist die Vielfalt unserer Stadt und der Menschen in unserer Stadt eines der herausragenden Merkmale Frankfurts, das uns von allen anderen Städten in Deutschland unterscheidet.

 

Handlungsfeld Kultur


Kultur ist der Nährboden und die Blüte der Gesellschaft. Kultur begegnet uns täglich und provoziert uns immer wieder. Wir haben mit dem Museum für komische Kunst, Caricatura, der Neuen Frankfurter Schule eine Heimat gegeben. Wir planen den Ausbau des Museums der Weltkulturen mit seiner einmaligen Sammlung und die Erweiterung des Jüdischen Museums. Wir haben auch die kulturelle Bildung gestärkt und erleichtern Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur. Und schließlich haben wir die freien Kunst- und Kulturszenen stärker gefördert. Wir unterstützen die Zwischennutzung leerstehender Räume und stärken damit kulturelle Projekte, die nicht das Budget für große Ateliers und Spielstätten haben. Kultur ist nicht in „Stein gemeißelt“, sie entwickelt sich und sie muss sich öffnen für Neues. Etablierte Einrichtungen und innovative Kulturprojekte können sich gegenseitig bereichern und zu Stätten der Begegnung werden.

Wir wollen die Kultur in Frankfurt weiter stärken. Das gilt insbesondere für die freien Kunst- und Kulturszenen. Hier hat Frankfurt Erhebliches zu bieten, geleistet von Menschen, die mit viel Engagement und Kreativität Hürden überwinden. Die Stadt muss Kulturschaffende dabei unterstützen, Orte für ihr Schaffen zu finden. Wir müssen auch die Finanzierungs¬möglichkeiten weiter stärken. An vielen Punkten ist die Stadt insbesondere als Maklerin gefragt – als Vermittlerin zwischen Kulturschaffenden und Institutionen, als Vernetzungs- und Konzeptfördernde Institution. Wir brauchen mehr Bewegung und Raum für Kreativität in Frankfurt, aber nicht nur durch neue Kulturbauten, sondern indem wir Spannung und Leben in die existierenden Institutionen hineintragen, indem wir sie füreinander und für die Stadtgesellschaft öffnen. Auch die hervorragenden in der Region ansässigen Hochschulen im Bereich Kunst und Kultur benötigen und erhalten unsere Unterstützung.

 

Bild: anweber - Fotolia.com

 
Bilanz der GRÜNEN im Römer 2006-2010
 
 

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