Handlungsfeld Stadtteile
Wir haben in den letzten Jahren die lokalen Strukturen gestärkt. Wir haben viel in die Stadtteile investiert – mit Pilotprojekten wie dem Projekt zur Nahmobilität im Nordend oder den Gemeinschaftsstraßen in Nieder-Erlenbach, aber auch mit der Einführung eines eigenen Budgets für die Ortsbeiräte oder mit dem Planungsbeirat zum Höchster Mainufer. Wir beziehen die Akteure vor Ort verstärkt in die politischen Entscheidungen ein – sei es über erweiterte Rechte der Ortsbeiräte oder über Planungswerkstätten und runde Tische. Wir fördern damit die Identifikation und das Engagement der Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld.
Wir setzen auch in Zukunft auf starke Stadtteile mit eigener Infrastruktur und gewachsenen Strukturen. Wo solche Strukturen nicht mehr existieren, müssen sie wieder angeregt werden. Stadtplanerisch wollen wir die Entwicklung des Mainuferbereichs in die westlichen und östlichen Stadtteile als integrierendes Element weiter voran treiben. Als verbindendes Erholungsgebiet, als touristisches Ausflugsziel etwa mit dem Museumsufer oder als kostenfreies Freizeitangebot ist der Main ins Zentrum der Stadt gerückt – und diese Entwicklung muss auch die westlichen und östlichen Stadtteile wie Nied, Höchst oder Fechenheim erreichen. Sowohl für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der politischen Entwicklung der Stadt wie auch für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist die Entwicklung von lokaler Identifikation wichtig. Wir brauchen qualitätvollen Einzelhandel in den Stadtteilen und müssen die Entwicklung von großen Handelszentren genau beobachten, planungsrechtlich steuern und gegebenenfalls eindämmen. Wir brauchen Arbeitsplätze vor Ort und müssen die Verlagerung bremsen. Frankfurt lebt von seiner Vielfalt – das gilt auch für die Stadtteile.






